Aufarbeitungskommission

Die Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück verbindet bis in das Jahr 1995 hinein eine gemeinsame Geschichte. Das Erzbistum Hamburg ist 1995 aus Gebieten der Bistümer Hildesheim und Osnabrück hervorgegangen. Deshalb wurde die Bildung einer gemeinsamen Kommission zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt auf Ebene der norddeutschen Metropolie und die Berufung eines gemeinsamen Betroffenenrates vereinbart. Die Aufarbeitungskommission befindet sich derzeit noch im Aufbau.

Aufgaben der Kommission werden die quantitative Erhebung von Fällen sexualisierter Gewalt in den drei beteiligten Diözesen, die Untersuchung des administrativen Umgangs mit Tätern und Betroffenen sowie die Identifikation von Strukturen sein, die sexualisierte Gewalt ermöglicht, erleichtert oder dessen Aufdeckung erschwert haben.

Weitere Infos

  • Hier geht es zum Statut der Aufarbeitungskommission.
  • Mehr Infos zum gemeinsamen Betroffenenrat der Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück gibt es hier.
  • Grundlegende und aktuelle Informationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch im Bistum Osnabrück sowie zur Präventionsarbeit des Bistums gibt es hier.

Darüber hinaus sollen die Ergebnisse von Aufarbeitungsprozessen in den einzelnen Diözesen, bereits bekannter überdiözesaner Studien und neuerer Forschung durch die gemeinsame Aufarbeitungskommission in der Metropolie qualitativ vergleichbar betrachtet werden. Neu aufgenommene Aufarbeitungsprojekte in den Bistümern sollen dadurch intensiviert und strategisch an den Zielen der Aufarbeitungskommission ausgerichtet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Aufgaben der Prävention und Intervention in den einzelnen Diözesen nutzbar gemacht werden.

Mitglieder der Kommission sollen Fachleute aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung sowie Mitarbeitende aus den Diözesen sein, die in der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in Institutionen erfahren sind. Kirchliche Beschäftigte oder Angehörige eines diözesanen Laiengremiums müssen dabei in der Minderheit sein.

Insgesamt wird die Kommission neun Mitglieder umfassen, drei von ihnen werden aus dem Betroffenenrat entsandt und in der Kommission als Expertinnen oder Experten mitwirken. Die jeweiligen diözesanen Ansprechpersonen für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt sowie die Präventions- bzw. Interventionsbeauftragten der Diözesen werden als ständige Gäste an den Sitzungen der Kommission teilnehmen.