Was sich liebt, das traut sich

Ehepaar pustet Konfetti
Bild: photocase.de, coralie

Trauung, das kommt von Treue – wenn zwei Menschen eine Ehe eingehen, dann müssen sie sich nicht nur vertrauen, sondern auch etwas wagen, sich etwas trauen. Deswegen haben Paare vor einer kirchlichen Hochzeit meist viele Fragen.

In welcher Kirche dürfen wir heiraten? Wer kann und trauen? Wie läuft die Zeremonie ab? Was ist, wenn wir nicht beide katholisch sind – oder wenn einer von uns schon mal verheiratet war? Solche und ähnliche grundsätzliche Fragen klären Heiratswillige am besten zuerst im Gespräch mit dem Pfarrer vor Ort. Das Traugespräch ist eine gute Gelegenheit fürs Hochzeitspaar und den Priester, sich näher kennenzulernen und den Rahmen für die Trauung abzustecken.

Weitere Infos und Termine

So emotional es vor dem Traualtar auch zugehen mag, eine kirchliche Eheschließung ist doch auch ein Verwaltungsakt. Deshalb muss der Gemeindepfarrer, auf dessen Territorium das Hochzeitspaar lebt, die Formpflicht einhalten. Dazu gehört das Ehevorbereitungsprotokoll. Darin versichern die zukünftigen Eheleute zum Beispiel, dass sie nicht durch Drohung oder Zwang zur Heirat gedrängt werden und dass sie für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben wollen. Außerdem ist für eine katholische Trauung wichtig, dass mindestens einer der Partner der katholischen Kirche angehört; es sollte ein Kinderwunsch bestehen und die Trauung muss in einer katholischen Kirche stattfinden.

Gott ist mit im Bund

Ob in der Gemeinde engagiert oder nur seltener Gast in der Kirche, ob mit einem fertigen Konzept für die Trauung oder in vielen Fragen noch unsicher – wer sich in einer Kirche trauen lasen will, der weiß: Beim Bund fürs Leben ist auch Gott mit dabei! Das Sakrament der Ehe spenden sich der Mann und die Frau bei der Trauung selbst, der Priester ist nur als Assistent dabei. Wenn sich das Paar gegenseitig die Ringe ansteckt, dann tut es das in der Kirche im Namen Gottes.

Füße des Brautpaares
Noch ein wenig Vorbereitung und dann kann es los gehen … Bild: unsplash.com, Gianni Scognamiglio

Was gibt’s zu essen, wer kümmert sich um die Musik und brauchen wir ein Motto? Die Gästeliste! Das Brautkleid! Die Deko! Vor der Trauung gibt es noch viel mehr zu bedenken und zu tun. Manchmal hilft dann eine kleine Auszeit dabei, einen klaren Kopf zu behalten – zum Beispiel in einem Ehevorbereitungsseminar. In so einem Kurs können sich Paare noch einmal bewusst machen, was sie bei der Hochzeit feiern werden, was es bedeutet, öffentlich und vor Gott eine Ehe einzugehen. Wie wollen wir als Paar unsere Glauben leben? Welche christlichen Werte sind uns wichtig? Was bedeutet es für uns, dass Gott bei dieser Beziehung mit im Bund ist? Solche Fragen fallen ohne Ehevorbereitungskurs häufig unter den Tisch.

Verstaubt und belehrend – das war einmal. Paare, die heute einen katholischen Ehevorbereitungskurs besuchen, erfahren nicht nur, wie Partnerschaft grundsätzlich gelingen kann, aus rechtlicher, organisatorischer und emotionaler Sicht. Sie sind oft auch positiv überrascht, dass die Kirche auf ihre jeweilige Lebenssituation eingeht. So zum Beispiel auch Yolanda und Markus – ihre Geschichte zum Weiterlesen gibt es hier.