Musiktipps zum Fest

singender Weihnachtsmann
Bild: AdobeStock.com, deagreez

Vielleicht braucht es dieses Jahr etwas mehr, um in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Und wenn schon in den Gottesdiensten zu Weihnachten nicht gesungen werden darf, dann soll es zumindest an dieser Stelle musikalisch werden: mit der Playlist des Bistums Osnabrück zu Weihnachten.

Die Playlist ist in Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster entstanden und auf dem Spotify-Kanal des Bistums Osnabrück zu finden. Sie enthält weihnachtliche Klassiker der Pop- und Kirchenmusik, aber auch moderne Neuentdeckungen. Sie sind herzliche eingeladen, die Playlist um eigene Songs zu ergänzen!

Klicken Sie dazu einfach auf diesen Link – hier geht’s zur Playlist!

Unten auf dieser Seite finden Sie weitere Mini-Playlists aus dem Projekt Hoffnungstöne für die nächsten Tage – mit jeweils einem kurzen Textimpuls. Viel Spaß beim Stöbern und Hören!

 

Weihnachten – 25. Dezember 2020

„Fürchtet euch nicht …“ (Lukas 2,10)

Was für ein Jahr! Wie oft habe ich mich in diesem Jahr nach einem ehrlichem „Fürchtet euch nicht …“ in der unwirtlichen Situation der Corona-Pandemie gesehnt! – „Gott ist geboren als ein Kind im Stalle“: Menschwerdung – das ist eine uneingeschränkte Zusage Gottes: Ich bin da, mitten in eben dieser Welt. Ja, du darfst zu mir gehen – mehr noch, ich komme dir entgegen – ganz gleich, ob du gerade alles vergeigst oder ob es die beste Zeit deines Lebens ist: Ich bin da! „Fürchtet euch nicht …“: was für ein unfassbares Geschenk!

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Zweiter Sonntag nach Weihnachten – 27. Dezember 2020

„… meine Augen haben das Heil gesehen …“ (Lukas 2,30)

„Heil wird DAS nicht mehr“: Mein erster Gedanke, als die zerbrochenen Krippenfiguren aus Keramik vor mir auf dem Boden liegen. Aber weil an ihnen liebvolle Erinnerungen hängen, mache ich mir die Mühe und klebe sie wieder zusammen, wenn auch etwas krumm und schief. Seitdem steht zur Weihnachtszeit in meinem Wohnzimmer eine Krippe, die mich daran erinnert, dass Heil eben nicht heißt, dass alles perfekt und makellos ist. Sondern vielmehr, dass mit der Geburt Jesu gegen allen Anschein etwas radikal Anderes und Neues anbricht und damit Friede, Zuversicht und Hoffnung auch in den vielen scheinbar zerbrochenen Dingen zu finden sind. Und manchmal darf ich davon schon hier und jetzt etwas sehen … Was für eine beflügelnde Ahnung, die leise davon singt: „Ich glaub daran, dass es auch anders geht“.

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Weitere Infos

Neujahr – 1. Januar 2021

„Der Herr schenke dir Frieden.“ (Numeri 6,26)

Frohes Neues Jahr! – oder auch: „Der Herr  schenke dir Frieden.“ Der zweite Wunsch ist wohl eher ein ungewöhnlicher zum Jahresbeginn, aber ist er nicht facettenreicher? Er lässt mich  jedenfalls einen Moment innehalten: Wo wünsche ich mir Frieden? Wem wünsche ich Frieden? Wo bin ich der Stifterin oder Stifter von Zwist und Streit? Wo sehne ich mich nach Versöhnung? Mit wem will ich in diesem Jahr Frieden schließen? – Der Glaube daran, dass es „vom Himmel hoch“, also: von Gott her Frieden und Wohlergehen geben kann, allem gegenwärtigen Unfrieden und aller derzeitigen Unsicherheit zum Trotz: Dieser Glaube macht doch Mut und lässt doch an der Wende des Jahres hoffnungsvoll sagen: „Auf das, was da noch kommt!“

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Zweiter Sonntag nach Weihnachten – 3. Januar 2021

„… damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid“ (Epheser 1,18)

Freude und Hoffnung: Sind sie nicht so etwas wie Geschwister? Miteinander eng verwandt, einander vertraut – aber mitunter auch im spannungsvollen Konflikt. Erfahrungen der Freude provozieren in mir die Hoffnung, dass es „gut gehen“ möge im Leben; und wo es nicht „gut geht“, wo ich Freude gar schmerzlich vermisse, ist es so wichtig, dass wenigstens ihre Schwester, die Hoffnung, bei mir bleibt, damit ich nicht in Depression versinke. – An diese Geschwister, Freude und Hoffnung, möchte ich mich halten können bei allem, was im neuen Jahr bevorsteht. Und dafür möchte ich mich immer mehr auf die weihnachtliche Hoffnung „verstehen“ – „geb alles, was ich hab‘“. Zu dieser Hoffnung sind wir „berufen“ – und deshalb dürfen wir mit all unseren widersprüchlichen Erfahrungen einstimmen in den Gesang der Freude: „Freu dich …“ – denn „uns zum Heil“ wurde Christus geboren!

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Erscheinung des Herrn – 6. Januar 2021

„… dein Herz wird sich weiten“ (Jesaja 60,5)

Manchmal fühle ich mich nicht wie die hellste Kerze auf dem Kuchen; ich habe das Gefühl, alle anderen sind klüger, smarter, sportlicher als ich; ich hänge mich an all dem auf, was ich eben nicht kann oder was ich an mir nicht mag … Dann brauche ich jemanden, der oder die mich aus meinem Selbstmitleid herausreißt und „Hurra in mein Gesicht schreit“. Und plötzlich weitet sich dann mein Blick, mein Herz – mir wird eine neue Perspektive geschenkt, fast so als hätten wir „seinen Stern gesehen“. Ja, „Gottes Stern, leuchte uns!“

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Taufe des Herrn – 10. Januar 2021

„… an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ (Markus 1,11)

Ich mag dich genauso, wie du bist: „… an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“! Das ist uns von Gott vorbehaltlos zugesagt, ganz ungeachtet dessen, ob wir uns mit all unseren Eigenheiten und Unzulänglichkeiten selbst liebenswert finden oder auch nicht. – Vielleicht sind es gerade die Momente, in denen er uns aufmunternd, aber gewiss auch herausfordernd fragt: „Weiß du denn gar nicht, wie schön du bist?“ Dann kann es sein, dass mein Gesicht plötzlich inmitten von Trübsal und Selbstzweifel zu strahlen beginnt. Dann steht Gottes „heller Schein in unserm Blick und was uns froh gemacht, teilen wir aus“. Dieses Licht möchte ich aus der Weihnachtszeit mitnehmen in den Alltag des Jahreskreises.

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