Ob „Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“, „O Tannenbaum“ oder „Last Christmas“ – alle Jahre weder gibt es bereits im Advent Lieder, die aufs Weihnachtsfest einstimmen. Hier erzählen Menschen aus dem Bistum, welche Musikstücke für sie unbedingt zur Vorweihnachtszeit dazu gehören. Welches ist Ihr liebstes Weihnachtslied? Schreiben Sie es in die Kommentare!
Für mich beginnt die Adventszeit mit dem Lied „Das Licht einer Kerze“. Schon bevor ich eigene Kinder hatte, spielte ich es in der Kita, in der ich arbeitete, zur Einstimmung auf den Advent. Auch in meiner Familie begleitet es uns bis heute. Es war lange ein Ritual beim anzünden der Adventskerzen mit unseren Kindern. Inzwischen sind unsere Töchter erwachsen, doch das Singen, jedenfalls an Weihnachten, gehört immer noch dazu. Übrigens hat es dieses Lied sogar ins neue Gotteslob geschafft. Allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Kerstin Silies, Referentin für Kindertagesstättenpastoral im Bistum Osnabrück
Moin aus der Pfarrgemeinde St. Ludgerus in Norden! Mein Name ist Tobias Plöger, ich bin 19 Jahre alt und ich begleite die Gottesdienste in Norden und Hage ehrenamtlich an der Orgel, was mir großen Spaß neben dem schulischen Alltag bereitet. In der Adventszeit – privat sowie in Gottesdiensten – gefällt mir das Lied „O Heiland, reiß die Himmel auf“ am Besten. Der Choral lädt die Gläubigen ein, sich auf die Ankunft Jesu vorzubereiten. Sobald dieses Lied in der Messe am ersten Advent erklingt, ist die Vorfreude auf Weihnachten vorprogrammiert!
Tobias Plöger, Ehrenamtlicher in der katholischen Kirchengemeine St. Ludgerus, Norden
Paukenschläge. Trompeten. Der Chor mit „Jauchzet, frohlocket“. Wenn ich das Weihnachtsoratorium von Bach höre, ist es mit mir passiert – es ist wieder Weihnachten. Am Weihnachtsoratorium begeistert mich als Chorsängerin vor allem die Vielseitigkeit des Werkes. Von großen Kantaten, über solistische Arien, bis zu stimmungsvollen Chorälen ist mit einem Orchester wirklich alles dabei. Die musikalische Interpretation der Weihnachtsbotschaft berührt mich jedes Jahr wieder beim Mitsingen oder Zuhören und gehört für mich einfach zur Weihnachtszeit dazu.
Katharina Reith, Pastoralreferentin in der Pfarreiengemeinschaft Bad Iburg und Glane
„Marana tha“ – auf Deutsch „O komm, Herr Jesus“ – ist ein Lied, dass in vielen Pfarreien in Polen gesungen wird. In der polnisch katholischen Mission Osnabrück, die für viele polnisch-sprachigen Katholiken im Bistum Osnabrück ein Stück Heimat bedeutet, gehört dieses Lied unbedingt zur Adventszeit dazu!
Jasmina Gosz, Ehrenamtliche der polnisch katholischen Mission Osnabrück
Mein Lieblingslied ist „O Tannenbaum“, weil ein schön geschmückter Christbaum für mich einfach zu Weihnachten dazu gehört.
Sophie, 8 Jahre
Mein Lieblingsweihnachtslied ist „Dicke, rote Kerzen“. Es erinnert mich an meine Kindheit, denn ich habe es immer mit meinem Vater gesungen. Rote Kerzen auf einem grünen Tannenbaum sind für mich bis heute ein wunderschönes Bild. die Farben passen einfach perfekt zur Weihnachtszeit.
Franziska Schmitz, eine der Frauenbeauftragten bei den Vitus Werkstätten in Meppen
Weihnachten 1997 bekam ich von meinem Bruder, der zu der Zeit für einige Monate in London arbeitete, eine CD vom Chor der St. Paul´s Cathedral mit Weihnachtslieder geschenkt. Der Gesang, besonders in Begleitung der Orgel, hat mich sehr beeindruckt. Mittlerweile habe ich weitere Weihnachts-Alben von englischen Chören. Das Lied „Once in royal David´s City“ (gesungen vom „King´s College Choir“ aus Cambridge) berührt mich immer wieder – mehrstimmig und gefühlvoll gesungen und dabei von der Orgel „getragen“. Es erzählt die Botschaft von Weihnachten: von Hoffnung, Rettung und Frieden.
Mechthild Revermann, Dekanatsreferentin im Dekanat Osnabrück Nord; Referentin in der Gemeindeentwicklung und Organisationsberatung des Bistums Osnabrück
„Was alle Zeiten sich erhofften …“ (aus dem Gotteslob, Nummer 848) verbindet mich mit dem hoffnungsvollen Glauben meiner verstorbenen Eltern und Großeltern sowie vielen Christinnen auf der ganzen Welt – also in Raum und Zeit! Im poetischen Text von Huub Oosterhuis heißt es weiter: „nimmt diese Stunde seinen Lauf“. Die frohe Botschaft: Weihnachten geschieht hier und jetzt! Die beschwingte französische Melodie endet in der ersten Strophe mit „… Menschen, tut eure Augen auf.“ Ein guter Vorsatz und Auftrag im Advent – zum Hinsehen und zum Handeln!
Georg Schomaker, Abteilung Finanzen, Bau, IT im Bischöflichen Generalvikariat
Ich bin seit über 20 Jahren Ehrenamtliche in der katholischen Kirche in Norden und seit 2020 auch in Hage tätig. 1980 kam ist als kleines Boatpeople-Kind aus Südvietnam nach Deutschland. In der Schule und in der Kirche wurde immer wieder das Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ gesungen. Es ist das erste Lied, von dem ich alle Strophen auswendig gelernt habe und das für mich in der Adventszeit niemals fehlen wird. In der Weihnachtszeit singe ich am liebsten „Stille Nacht„, natürlich auf Deutsch und Vietnamesisch!
Nga Tran-Nguyen, Ehrenamtliche in der katholischen Kirchengemeine St. Ludgerus, Norden
Wenn ich an mein Lieblingsweihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ denke, höre ich sofort das liebevolle, warme Brummen meiner Oma. Dieses Lied schenkt mir die zauberhafte Stille von Weihnachten. Besonders am Ende des Gottesdienstes, wenn bei sanft gedämpftem Licht alle Stimmen vereint erklingen, breitet sich ein tiefes, wohliges Gefühl in mir aus. Ich spüre die Liebe, die durch Jesu Menschwerdung erfahrbar wird. Denn aus der Hektik vor den Feiertagen entsteht ein magischer Gänsehautmoment, in dem Menschen einander Frieden und frohe Weihnachten wünschen.
Anna Freckmann, Katholische Kirchengemeinde St. Johannes Apostel, Wietmarschen
Gott kommt auf uns zu. Er kommt still, geht nicht drängend, sondern freundlich auf uns zu und schenkt uns neues Leben – das ist die Botschaft des Advents. Der Autor des Liedes „Es kommt ein Schiff, geladen“ greift das Schiff als Symbol auf, um das Kommen Gottes in die Welt darzustellen. Dieses Schiff kann auch ein starkes Symbol für unser eigenes Leben sein. „Das Segel ist die Liebe, der Heilig Geist der Mast“ – das bedeutet: die Liebe und der Heilige Geist bringen unser Lebensschiff voran und halten es auf Kurs. Unser Lebensschiff segelt auf dem Meer der Zeit dahin, manchmal unruhig, vom Wind hin- und hergetrieben, dem Schiffbruch nahe, manchmal – Gott sei Dank – mit guten Winden auf ruhiger See.
Bischof Dominicus Meier OSB
Zum Jahreswechsel 2005/2006 war mein Jugendchor zum Chorfestival in Rom. Die Freude, gemeinsam Weihnachtslieder zu singen war überwältigend und hat uns sehr geprägt. Auch wenn wir mittlerweile in der ganzen Welt verstreut leben und arbeiten, versuchen wir seither jedes Jahr an Heiligabend, in unserer Heimatgemeinde gemeinsam die Messe zu singen. Der größte Gänsehautmoment ist hierbei „Adeste Fideles“ von der Orgelbühne zu singen und in einen Raum voll strahlender bekannter Gesichter zu schauen, die einem freudig zeigen: Jetzt ist Weihnachten!
Vera Seek, Leiterin der BDKJ-Diözesanstelle
Mein Name ist Hildegard Soerjanta. Ich gehöre seit 1973 zur Gemeinde St. Ludgerus in Norden und bin dort seit vielen Jahren Küsterin, Lektorin und Kommunionspenderin. Advent bedeutet ja Ankunft. Wir warten auf die Ankunft unseres Erlösers. Deshalb singe ich sehr gerne im Advent „O Herr, wenn du kommst wird die Welt wieder neu“ und an Weihnachten „Adeste fideles“: Wir freuen uns, dass Christus, unser Retter, geboren ist.
Hildegard Soerjanta, Ehrenamtliche in der katholischen Kirchengemeine St. Ludgerus, Norden
3 Kommentare zu “So klingt der Advent”
Vielen lieben Dank für diese vielen musikalischen Impulse. Mein Lieblingslied im Advent ist „Maria durch ein` Dornwald ging“. Dieses Lied ist auch das Lieblingslied meiner Mutter.
Es war ursprünglich ein Wallfahrtslied aus dem Thüringer Eichsfeld, wo ich seit nunmehr 15 Jahren eine Heimat gefunden habe.
Es gab ein Vorläuferlied aus dem sog. Andernacher Gesangbuch von 1608, in dem sich u.a. auch das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ findet.
Als Wallfahrtlied fand es zu Anfang des 20. Jahrhunderts Eingang in die Liederbücher der Katholischen Jugendbewegung und wandelte sich damit langsam vom Wallfahrts- zum Adventslied. Das Lied wurde mit der Nr. 224 in das Gotteslob aufgenommen.
Das Lied zeugt für mich von der Hoffnung, dass die Dornenwege unseres Lebens nicht vergeblich sind, sondern dass daraus wunderschöne Blüten wachsen werden!! Das ist für mich eine Hoffnungs-Botschaft mit „Mehrwert“!
Vielen lieben Dank für diese vielen musikalischen Impulse. Mein Lieblingslied im Advent ist „Maria durch ein` Dornwald ging“. Dieses Lied ist auch das Lieblingslied meiner Mutter.
Es war ursprünglich ein Wallfahrtslied aus dem Thüringer Eichsfeld, wo ich seit nunmehr 15 Jahren eine Heimat gefunden habe.
Es gab ein Vorläuferlied aus dem sog. Andernacher Gesangbuch von 1608, in dem sich u.a. auch das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ findet.
Als Wallfahrtlied fand es zu Anfang des 20. Jahrhunderts Eingang in die Liederbücher der Katholischen Jugendbewegung und wandelte sich damit langsam vom Wallfahrts- zum Adventslied. Das Lied wurde mit der Nr. 224 in das Gotteslob aufgenommen.
Das Lied zeugt für mich von der Hoffnung, dass die Dornenwege unseres Lebens nicht vergeblich sind, sondern dass daraus wunderschöne Blüten wachsen werden!! Das ist für mich eine Hoffnungs-Botschaft mit „Mehrwert“!
Mindestens einmal jedes Jahr:
„The Little Drummer Boy“ gesungen von den King’s Singers. Es war das Lieblingslied unserer lieben Tante.
Und „Oh helga natt“ gesungen von Jussi Björling.
Mein liebstes Weihnachtslied ist Stille Nacht, Heilige Nacht in den verschiedensten Sprachen am Hl. Abend in der Kita.