Vielfältige Hilfen für Geflüchtete aus der Ukraine

Vielfältige Hilfen für Geflüchtete aus der Ukraine
Bild: unsplash.com, philbo

Das Bistum Osnabrück hilft Menschen, die aus der Ukraine hierher geflüchtet sind, auf verschiedene Weise. Es leistet finanzielle Ersthilfe und stellt über Einrichtungen des Bistums unter anderem Unterkünfte zur Verfügung. Außerdem gibt es psychologische und seelsorgerliche Unterstützung. Hier finden Sie einen Überblick.

Bereitstellung von Unterkünften

Verschiedene Einrichtungen des Bistums Osnabrück stellen für Geflüchteten aus der Ukraine Unterkünfte bereit, in denen sie kurzzeitig oder auf eine längere Frist ausgerichtet wohnen können. So wurde ein früheres Schwesternwohnheim in Papenburg mittlerweile an die Stadt übergeben. Dort werden 40 Plätze für Geflüchtete eingerichtet. Ebenso ziehen Geflüchtete in das ehemalige Haus der Thuiner Schwestern in Osnabrück-Sutthausen ein.

Fast alle katholischen Bildungshäuser im Bistum haben sich bereit erklärt, Geflüchtete unterzubringen bzw. stellen schon Wohnraum. Bisher stehen hier mehr als 40 Plätze zur Verfügung. Zudem wird für die Geflüchteten oftmals ein Zusatzprogramm organisiert, wie beispielsweise Kinderbetreuung in der Katholischen Landvolk Hochschule Oesede.

Viele Pfarrgemeinden bieten ebenfalls leerstehende Räumlichkeiten an, um geflüchtete Menschen unterzubringen.

Weitere Infos

  • Eine Friedenstaube auf ihrem Weg durchs Bistum, Friedensgebete und weitere Solidaritätsaktionen aus dem Bistum Osnabrück finden Sie hier.
  • Einen Überblick über weitere Möglichkeiten zum Engagement finden Sie zum Beispiel in der kostenlosen Anpacker-App (bei Apple oder bei Google) oder auf der Internetseite packt-mit-an.de

Psychologische Hilfen

Die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung (EFLE) des Bistums bietet psychosoziale Beratung für Geflüchtete aus der Ukraine in ukrainischer und russischer Sprache an. Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen von Frauen und Müttern. Die EFLE konnte dazu eine Psychologin gewinnen, die aus Odessa stammt und schon längere Zeit in Osnabrück lebt. Die Gespräche finden in den Räumen der EFLE-Beratungsstelle in der Lotter Straße 23 in Osnabrück statt. Eine Anmeldung ist möglich unter der Telefonnummer 0541/42044. Weitere Informationen auf der Internetseite der EFLE.

Beratung der Caritas

Die Caritas im Bistum Osnabrück berät und unterstützt in ihren Beratungsstellen Geflüchtete aus der Ukraine: Das reicht von der finanziellen Ersthilfe für eine Tankfüllung, um zu Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten in Deutschland weiter reisen zu können, über Hilfen bei der Registrierung und Antragsstellung bei den Kommunen bis hin zur psychosozialen Unterstützung von Kindern. In die Beratungsstelle in Osnabrück beispielsweise kommen täglich etwa 100 Geflüchtete, um Rat zu suchen. Hier finden Sie alle Beratungsstellen der Caritas im Bistum und weitere Informationen für Geflüchtete und alle, die Ihnen helfen möchten: https://www.caritas-os.de/spenden/spendenprojekte/hilfe-fuer-menschen-aus-der-ukraine-in-unserer-region

Für Geflüchtete aus der Ukraine wurden auch zehn Betten und weitere Sachspenden aus dem Priesterseminar des Bistums Osnabrück gespendet. Auf dem Bild (von links) Generalvikar Ulrich Beckwermert, Antje Düvel vom Priesterseminar und zwei Helfer vom Deutschen Roten Kreuz.

Finanzielle Hilfen

Das Bistum Osnabrück und der Diözesan-Caritasverband haben 50.000 Euro Unterstützung für Ersthilfen bereitgestellt. Darüber hinaus wurden im März in einer Sonderkollekte und durch Spenden im Bistum insgesamt rund 122.000 Euro für Caritas international gesammelt. Das Hilfswerk unterstützt Hilfsprojekte direkt in der Ukraine. Im ganzen Bistum werden außerdem viele Hilfsaktionen von Kirchengemeinden organisiert, wie Benefizkonzerte oder Sammelaktionen. Daneben gibt es Spendenaufrufe für die Arbeit mit Geflüchteten der Caritas im Bistum Osnabrück und im polnischen Landkreis Ermland-Masuren, wo sich die Caritas ebenfalls um Geflüchtete kümmert. Bisher sind dadurch 42.000 und mehr als 200.000 Euro an Spendengeldern zusammen gekommen.

Seelsorge

In der Kirche St. Barbara in Osnabrück werden künftig Gottesdienste der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche gefeiert. Der erste Termin mit anschließendem Austausch im Gemeindehaus fand am 27. März statt. Es ist beabsichtigt, das Gottesdienstangebot in Zukunft zu verstetigen. Weitere Infos dazu folgen.

Schulische Versorgung

In den allgemeinbildenden Schulen der Schulstiftung werden seit Kriegsbeginn auch Kinder und Jugendliche aus der Ukraine unterrichtet. Daneben gibt es verschiedene Hilfsaktionen, die von den Schulen ausgehen: So hat auch die Mitarbeitervertretung der Lehrerinnen und Lehrer zu Spenden für das Hilfsprojekt in Polen aufgerufen, das der Diözesan-Caritasverbandes Osnabrück unterstützt.