Umweltschutz als christliche Botschaft

demonstrierende Schüler
Bild: unsplash.com, Mika Baumeister

Große Erwartungen sind mit der Amazonas-Synode in Rom verbunden. Es kann zu einer unerwarteten Koalition der Umweltbewegung „Fridays For Future“ und der Katholischen Kirche kommen.

Bischof Erwin Kräutler leitete von 1981 bis 2015 die Amazonasbistum Altamira-Xingu. Er kämpfte für die Menschenrechte der Indigenen und engagierte sich für den Erhalt des tropischen Regenwaldes. Er gilt als Co-Autor der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus über Ökologie und die Bedrohung der Erde.

Über den Autor

Theo Paul ist Generalvikar und damit Stellvertreter des Bischofs und Leiter der Verwaltung des Bistums. In seinen Blogbeiträgen greift er gerne aktuelle Themen auf.

Scharfe Kritik übt der Bischof an Brasiliens neuen Präsidenten Jair Bolsonaro. Dessen Ankündigung, Amazonien für multinationale Holz- und Bergbaukonzerne freizugeben, löst bei Nichtregierungsorganisationen und Kirche Entsetzen aus. Für die christlichen Kirchen ist der Einsatz für die Schöpfung keine Nebensache. Alle sind wir an unser gemeinsames Haus, die Erde, gebunden. Es gibt kein zweites oder neues Haus, in das wir umziehen könnten, wenn uns das bisherige Haus nicht mehr gefällt oder wir es kaputt gemacht haben. Insofern gehört Umweltschutz zum Kern der christlichen Botschaft.

Das erfordert eine große, weltumspannende Solidarität. Wer ist Hauptverursacher? Wer trägt die Hauptfolgen? Wer muss Verantwortung übernehmen? Die hochindustrialisierten Länder Europas, Nordamerikas, aber auch Länder wie China sind sicher besonders in die Pflicht zu nehmen. Wir brauchen Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Kirche. Hoffentlich geschieht durch die Amazonas-Synode etwas.

 

Ein Kommentar zu “Umweltschutz als christliche Botschaft

  1. Sehr geehrter Herr Paul,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Wie Sie sehe auch ich die Bewahrung der Schöpfung als einen Kern der christlichen Botschaft. Wir Christen und Christinnen sollten daher unsere Verantwortung übernehmen und überzeugt durch konkrete Maßnahmen vorangehen, damit Veränderung geschieht – auch vor und unabhängig von Ergebnissen der Amazonas-Synode.

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