Was genau ist eigentlich sexueller Missbrauch?

Sexueller Missbrauch oder sexuelle Ausbeutung ist immer dann gegeben, wenn eine Person ein Kind, eine/-en Jugendlichen oder eine/-en sonstige Schutzbefohlene/-en benutzt, um eigene sexuelle Bedürfnisse oder Machtbedürfnisse auszuleben und zu befriedigen. Der Täter nutzt seine Machtposition und die Abhängigkeit – auch bedingt durch Unwissenheit – der/des Schutzbefohlenen aus und ignoriert damit dessen personale Grenzen. Er sieht die/den Betroffenen (Opfer) nur noch als Objekt, das für das eigene Bedürfnis benutzt wird.

Als sexuelle Handlungen gelten dabei Küssen, Berührungen und Manipulationen im Intimbereich und der Geschlechtsverkehr. Aber auch anzügliche Witze, unangemessene Bemerkungen über den Körper der/des Betroffenen (Opfers),  das Zugänglichmachen erotischer oder pornografischer Materialien gelten als gewaltförmiges Handeln, weil sie die Betroffenen (Opfer) beschämen, deren sexuelle Entwicklung bzw. Identität beeinträchtigen und sie in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit massiv schädigen.