Weißer Sonntag
Auch wenn es im April noch kalt sein kann – mit Schnee hat der Weiße Sonntag, wie der erste Sonntag nach Ostern auch genannt wird, nichts zu tun. Der Name bezieht sich auf die weißen Gewänder, die zur Zeit des frühen Christentums von den Erwachsenen getragen wurden, die in der Osternacht getauft wurden. Zeitgleich mit der Taufe empfingen sie damals auch die erste Kommunion.
Später wurde es Tradition, dass die neu Getauften ihre weißen Kleider acht Tage lang trugen, bis zum Sonntag nach Ostern, der deswegen Weißer Sonntag genannt wurde. Mit der Zeit wurden immer weniger Menschen als Erwachsene und immer mehr bereits als Baby getauft, deswegen ist die Einheit von Taufe und erstmaliger Kommunion heute nicht mehr so verbreitet.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde der Weiße Sonntag zu einem beliebten Termin für die Erstkommunion von Kindern. Viele Kirchengemeinden haben diese Tradition beibehalten; andere Gemeinden legen die Erstkommunion der Grundschüler auf einen anderen Termin im Frühjahr.
Ein Gebet, das sowohl zur Taufe, als auch zur Erstkommunion gesprochen werden kann, finden Sie hier:
Weitere Infos
- In der 4. Staffel des Kinderwissenspodcasts „glauben kommt von fragen“ gibt es spannende Antworten auf Fragen zum Thema Erstkommunion.
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- Detaillierte Infos zur Erstkommunion erhalten Sie auch bei Ihrer Kirchengemeinde.
Gott,
heute kommt ein Kind neu in unsere Mitte.
Segne es auf seinem Weg.
Schenke ihm Freude,
Neugier und Vertrauen.
Mögen es in unserer Tischgemeinschaft
eigene christliche Erfahrungen sammeln.
Sei bei ihm,
wenn es lacht,
wenn es Fragen hat,
wenn es zweifelt und
wenn es wächst.
Amen.