Dem Christsein ein Gesicht geben

Dom Osnabrück
Bild: Bistum Osnabrück
Ich habe in unserem Dom einen bestimmten Sitzplatz. Schaue ich von diesem Platz ins Domgewölbe, dann sehe ich einen steinernen Kopf. Ich blicke in das Gesicht des Dombaumeisters. Er war Zisterziensermönch der Abtei Marienfeld (bei Wiedenbrück). Damals gehörte die Abtei zum Bistum Osnabrück. Wir kennen weder Namen noch nähere Einzelheiten. Mit unserem wunderbaren Dom – mit seinem Gesicht – hat der Baumeister sich verewigt.

Über den Autor

Theo Paul ist Generalvikar und damit Stellvertreter des Bischofs und Leiter der Verwaltung des Bistums. In seinen Blogbeiträgen greift er gerne aktuelle Themen auf.

Jedes Jahr laden wir neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer verschiedenen Einrichtungen und Dienste zu Tagen des Kennenlernens unseres Bistums ein. Zum Abschluss feiern wir einen Wortgottesdienst im Chor unseres Doms. Die neuen Erzieherinnen und Erzieher, Verwaltungsangestellten oder Referentinnen und Referenten sitzen im Chorgestühl. Ich lade sie ein, ins Gewölbe zu schauen. Es dauert eine Zeit, bis sie das Gesicht des Mönches entdecken. Ich erzähle dann die Geschichte unseres Doms. Gerne schließe ich mit der Aussage: Wie damals der Mönch aus Marienfeld, so geben Sie heute dem Christ- und Kirchesein ihr Gesicht.

„Suchet sein Antlitz allezeit“ (Ps 105,4)

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