Zu Besuch im digitalen Diözesanmuseum

Videoaufnahmen im Diözesanmuseum
Bild: Diözesanmuseum Osnabrück

Das Diözesanmuseum muss weiterhin geschlossen bleiben – und nutzt die Zeit intensiv, neue digitale Wege einzuschlagen, die auch nach dem Lockdown weiterführen. Denn auch langfristig gesehen ist ein gutes digitales Angebot ein wichtiger Teil von Museumsarbeit, die ihre Besucher*innen erreichen will.

„Besucher*innen“ – das ist heute ein weit gefassterer Begriff als noch vor einigen Jahren, genauso wie „Raum“. Es gibt virtuelle und analoge Räume und Menschen, die diese besuchen und vielleicht sogar mitgestalten. Den realen Raum, ein Museum, eine Kirche, kann niemand ersetzen. Auch das Team im Diözesanmuseum freut sich darauf, seinen Besucher*innen wieder persönlich zu begegnen. Aber daneben gibt es eben digitale Angebote, die kein Ersatz, wohl aber eine Ergänzung sind und auch bleiben. Angebote, die zum Entdecken und Lernen, zum Vor- und Nachbereiten einladen und auch Menschen erreichen, für die ein Museumsbesuch eine echte Hürde ist. Auf diesen Weg hat sich das Diözesanmuseum gemacht.

Bistumsgeschichte online entdecken

Damit das Museumsteam weiterhin mit den Besucher*innen in Kontakt bleiben kann, ist das Diözesanmuseum in den Sozialen Netzwerken Facebook und Instagram präsent. Hier gibt es Einblicke in die Sammlung und hinter die Kulissen. Videos zu diesen Themen werden auch auf dem eigenen YouTube-Kanal gezeigt. Vor allem die Videos, die Museumsstücke in einfacher Sprache und in Gebärdensprache erklären, erreichen viele Interessierte, für die ein „echter“ Museumsbesuch mit großen Barrieren verbunden ist. Hier bedeutet Digitalisierung also auch Öffnung und ist ein zukunftsweisender Pfeiler in der Vermittlungsarbeit. Für Kinder gibt es Basteltipps und seit neuestem das „Museum to Go“. Hier werden Objekte und Themen aus der Bistumsgeschichte für die ganze Familie mit einem Augenzwinkern in Stop-Motion-Technik erklärt. Die Aktion „Ein-Bild-Galerie“ unterstützt Osnabrücker Künstler*Innen während der Corona-Zeit. Weitere Angebote sind in Planung!

Weitere Infos

Hier finden Sie eine Übersicht über das digitale Angebot des Diösesanmuseums Osnabrück!

Als nächsten Schritt möchte das Museum live gehen. Am 30. März findet um 15 Uhr eine kostenlose Online-Osterwerkstatt für Sechs- bis Zwölfjährige über die Plattform Webex statt, in der die Kinder unter fachkundiger Anleitung ein Osternest basteln und ganz nebenbei verschiedene Techniken kennenlernen. Der Termin ist auf acht Teilnehmer*innen begrenzt, bei großer Nachfrage  werden Ersatztermine angeboten. Alle Kinder erhalten rechtzeitig ein schönes Materialpaket und eine Liste mit Dingen, die bereit liegen sollten, damit gleich losgebastelt werden kann. Anmeldungen sind bis zum 18. März unter 0541 318-481 oder museum@bistum-os.de möglich.

Veranstaltungen dieser Art können hoffentlich schon bald auch in Schulen angeboten werden. Dann kann je nach aktueller Lage flexibel entschieden werden, ob ein Besuch vor Ort im Klassenverband möglich oder ein Online-Treffen sinnvoll ist. Videos, Live-Gespräche oder Webseiten können zur Vorbereitung genutzt werden oder das E-Learning ergänzen. Digitalisierung öffnet Türen zu neuen UND zu alten Räumen. Die ersten Schritte sind getan!

Besucherinformation und Kontakt

Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Domhof 12
49074 Osnabrück

0541 318-481
museum@bistum-os.de