Ein Zeichen der Verbundenheit

Getränke auf Juist
Bild: unsplash.com, Ibrahim Rifath

Liebe Freunde,
als Ulrike und ich heute Nachmittag zusammen saßen, drehte sich unser Gespräch natürlich auch um die aktuelle Situation mit Corona. Und irgendwie kamen wir dann auf Juist, die Insel, die wir beide so sehr mögen und die jetzt quasi von der Welt abgeschnitten ist.

Uns fielen Menschen ein, die wir von unseren Urlauben her kennen, und die jetzt massive finanzielle Einbußen haben, weil zu Ostern keine Touristen kommen können. Ein Verlust, der auch über das Jahr hin nicht mehr auszugleichen ist, weil die Kapazitäten auf einer Insel nicht beliebig erweiterbar sind. Und so stand plötzlich die Frage im Raum: Wie können wir eventuell unterstützen? Erste Idee: Wir schreiben einfach an diejenigen, die wir dort kennen – als kleines Zeichen der Verbundenheit.

Über die Autorin

Andrea Schwarz ist Schriftstellerin und pastorale Mitarbeiterin im Bistum Osnabrück. Sie ist eine genaue und sensible Beobachterin ihrer Umwelt und der Menschen, denen sie begegnet. In ihren Texten versucht sie, Gott mitten im Alltag zu entdecken und Lust aufs Leben zu machen – nun erstmals auch in Form von Blogbeiträgen!

Und dann spann sich die Idee fort: Warum nicht unseren „Lieblingsitaliener“ und das Friseurgeschäft bitten, uns einen Gutschein über € 50,– auszustellen, den wir jetzt bezahlen und irgendwann im Laufe des Jahres, wenn wir mal wieder auf der Insel sind, einlösen? Und was macht „Nougat-Günther“ eigentlich mit dem ganzen Nougat, der sicher schon für die Urlauber bereit liegt – und nun von niemandem gekauft wird? Könnte es nicht auch eine Form von kleiner und gelebter Solidarität sein, gerade jetzt dort Nougat für Ostergeschenke zu bestellen statt irgendwelche Osterhasen im Supermarkt zu kaufen?

Natürlich wird das im Ernstfall keinen wirtschaftlichen Ruin verhindern … aber es kann und will ein Zeichen sein: Wir denken an Euch. Wir wissen, dass Ihr grad Sorgen habt. Und das ist uns nicht egal. Wir haben auch finanzielle Einbußen …, aber wir haben auch noch eine halbe Stelle im Rücken. Und von dem, was wir haben, möchten wir Euch abgeben. Denn Ihr braucht das Geld jetzt – und dazu möglichst unbürokratisch.

Bei uns werden morgen jedenfalls einige Briefe nach Juist rausgehen, Bestellungen für Gutscheine und natürlich für Nougat …

Wir möchten das einfach als Idee an Euch weitergeben – die kann man natürlich auch auf Wangerooge, Baltrum und den Harz übertragen – und auf Euer Lieblingsrestaurant um die Ecke!!! Wichtig ist: Zeichen setzen!!!

Kommt gut durch diese Tage!

Herzlichst,

Andrea & Ulrike

 

6 Kommentare zu “Ein Zeichen der Verbundenheit

  1. Super Idee 👍 Andrea und Ulrike ! Anfang der Woche geht die Bestellung an Nougat – Günther bzw. seine Tochter raus. Hell mit Nuss ist auf jeden Fall dabei 😋 Kleine Zeichen sind jetzt so wichtig.
    Wir hoffen,dass wir Ende Juli – wie geplant – wieder auf unsere Lieblingsinsel kommen.

    1. Moin Wilfried,
      „hell mit Nuß“? Okay – da kommen wir nicht in Konkurrenz… ich mag dunkel ohne Nuß lieber! Danke für Deine Unterstützung und Deine Rückmeldung!
      Liebe Grüße und bis hoffentlich bald wieder auf der „schönsten Sandbank der Welt“, Andrea

  2. Hallo Fr. Schwarz,
    das waren erstmal sehr aufmunternde Worte und Gedanken. Auch ich als betroffene, selbständig arbeitende Friseurin gerate in diesen finanziellen Engpass. Aber ich habe ein sehr starkes Gottvertrauen, das mich durch den Tag trägt. Ich werde meine Senioren in den Pflegeeinichtungen mit einem Telefonat beglücken. Wenn ich Ihnen schon nicht das Haar machen kann, wie sie es gewohnt waren, dann doch ein aufmunterndes Gespräch..
    Es grüsst sie ganz herzlich und bleiben sie gesund.. 🍀🍀🍀🐞
    Elvi Bernzen

    1. Liebe Frau Bernzen, danke für Ihre lieben Worte! Und die Idee, Ihre Senioren jetzt anzurufen statt ihnen die Haare zu machen, finde ich wunderschön! Gerade sie in den Pflegeheimen trifft die jetzige Kontaktsperre sehr hart. Ihnen wünsche ich, dass Sie auch in den für Sie sehr schwierigen Zeiten gut über die Runden kommen! Alles Gute Ihnen – und vor allem gesund bleiben an Leib und Seele!
      Herzlichst,

      Andrea Schwarz

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