Fastenzeit – Trainingslager in Sachen Leben

Block, Schreibsachen
Bild: unsplash.com, Diana Schröder-Bode

Vor knapp einem Jahr hatte ich ja hier im Blog die kühne These aufgestellt, dass die Fastenzeit eine Art „Trainingslager in Sachen Leben“ sein sollte. Denn wenn wir Christen an Ostern den Sieg des Lebens über den Tod feiern, exemplarisch vorgelebt in der Auferstehung Jesu Christi, dann geht es eben darum, in diesen Wochen der Vorbereitung auf dieses Fest das Leben und die Lebendigkeit einzuüben.

Lebendiger – das meint übrigens nicht leichter oder glücklicher, preiswerter oder einfacher, … sondern das bedeutet, das Leben bewusst wahrzunehmen, mit all seinen Höhen und Tiefen. Nicht in den Alltagsroutinen zu erstarren, sondern achtsam für das Leben zu werden! Sich selbst zu spüren, den Menschen neben mir, vielleicht … Gott. Wie aber macht man das?

Eine Idee, lebendiger zu werden: schreiben!

Über die Autorin

Andrea Schwarz ist Schriftstellerin und pastorale Mitarbeiterin im Bistum Osnabrück. Sie ist eine genaue und sensible Beobachterin ihrer Umwelt und der Menschen, denen sie begegnet. In ihren Texten versucht sie, Gott mitten im Alltag zu entdecken und Lust aufs Leben zu machen – nun erstmals auch in Form von Blogbeiträgen!

Im Schreiben bringe ich meine Ein-drücke zum Aus-druck. Indem ich nach Worten suche, gebe ich meinen Gefühlen, Stimmungen, Erfahrungen einen Namen. Ich nehme damit mich und das, was in mir ist, ernst. Und ich kann mir etwas „von der Seele schreiben“. Es ist eine Form der Verarbeitung, die heilsam sein kann. Beim Schreiben kann ich loslassen, werden mir Dinge klarer, sortieren sich die Gedanken.

Deshalb: Suchen Sie sich ein schönes Heft – und schreiben Sie in der kommenden Woche. Ja, per Hand! Was dachten Sie denn? Jeden Tag mindestens drei Sätze, eventuell morgens einen, mittags und abends. Oder Sie heben sich Ihre drei Sätze insgesamt für abends auf. Was Sie schreiben sollen? Das, was Ihnen an Gedanken grad durch den Kopf geht, was Sie erlebt haben, was Sie beschäftigt, was Ihnen wichtig ist. Nein, nicht mit dem Computer – Ihre eigene und ganz persönliche Handschrift ist gefragt! Denn keiner schreibt so wie Sie!

Probieren Sie es doch einfach mal wieder aus – vielleicht bekommen Sie ja sogar Lust, Ihr Fastenzeit-Tagebuch bis Ostern zu schreiben? Denn Sie sollten sich auch nicht mit Mails, SMS und Twitter zufrieden geben …

Flyer für die Fastenaktion von KIM Bild: KIM, Sr. Ulrike Diekmann

Sie suchen noch andere Ideen, wie man lebendiger werden kann? Dann gehen Sie doch einfach in den kommenden Wochen auf die Internetseite von KIM, der Stadtpastoral Kirche in Meppen. Dort finden Sie an jedem Fastensonntag eine neue Idee zum „lebendiger werden“. Die Impulse gibt es auch als Karten-Set für einen kleinen Unkostenbeitrag bei KIM, Markt 34, 49716 Meppen. Und für wen Meppen zu weit ist – KIM versendet sie auch für € 5,-. Bitte einfach eine Mail an Sr. Ulrike Diekmann cps, Mail-Adresse: srulrike@gmail.com schicken!

Und Ihnen nun einfach einen guten Weg zum Leben!

 

 

 

 

 

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