Karfreitag

beleuchtetes Kreuz im Dunkeln
Bild: unsplash.com, Diana Vargas

Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.

Matthäus 27, 50f

Jesus schreit noch einmal laut auf. Dann haucht er den Geist aus. Der Weg, den er gegangen ist, endet am Kreuz. Mit seinem Tod zerreißt der Vorhang im Tempel, die Erde bebt, Felsen spalten sich. Alles, was fest und sicher schien, gerät ins Wanken.

Der Karfreitag ist geprägt vom Erinnern an das Leiden und Sterben Jesu. Viele Christinnen und Christen fasten an diesem Tag und begleiten Jesu letzten Weg: von der Verurteilung bis nach Golgota. Ein Weg voller Gewalt, Spott und Ausgrenzung. Jesus geht ihn nicht freiwillig, sondern ausgeliefert – bis er nicht mehr weitergehen kann.

Im Kreuzweg halten Christinnen und Christen diesen Weg bewusst aus. Sie gehen ihn symbolisch mit, Schritt für Schritt. Nicht um das Leiden zu erklären oder zu rechtfertigen, sondern um bei dem zu bleiben, was geschehen ist: Der Weg Jesu endet im Tod.

Wo erlebe ich auf meinem Weg einen Abbruch, an dem nichts mehr weitergeht?

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

1. Korinther 13,13
Kind mit Herz