Das Minimobil im Bistum Osnabrück

Mini-Mobil
Bild: Minibörse

Ob im Emsland oder in Ostfriesland, in Bremen oder Osnabrück: Timo Hilberink, Referent für Ministrantenpastoral,  ist im ganzen Bistum unterwegs. Er tourt mit seinem Minimobil durch verschiedene Gemeinden und unterstützt die Ministrantenrarbeit vor Ort.

„Ich erlebe bei meinen Besuchen eine große Vielfalt“, berichtet Hilberink. Mancherorts sei es selbstverständlich, auch mit über 20 Jahren Messdiener zu sein, woanders hörten die Jugendlichen nach der Firmung auf. „Inhaltlich wird in manchen Gemeinden gerade nach neuen Ideen und Möglichkeiten gesucht, Messdiener zu stärken“, beschreibt Hilberink. Andere hätten bereits gute Strukturen und Wege gefunden, zum Beispiel auf Ebene der Pfarreiengemeinschaft zu kooperieren. Die klassische wöchentliche Gruppenstunde funktioniere nicht mehr überall. Statt dessen greifen neue Veranstaltungs- und Aktionsformate wie längere Treffen am Wochenende, projektbezogene Messdienerwerkstätten oder die gemeinsame Gestaltung von Feiertagen im Kirchenjahr. „Ich gebe dabei Erfahrungen weiter und plane mit vielen Haupt- und Ehrenamtlichen Aktionen für die gesamte Ministrantengruppe: inhaltliche Nachmittage, Wochenenden und Gottesdienste“, erläutert Hilberink.

Kontakt

Timo Hilberink
Referent für Ministrantenpastoral
Kleine Domsfreiheit 23
49074 Osnabrück
0541 318-229
E-Mail-Kontakt

Das rot-weiße Minimobil ist dabei ein besonderer Hingucker. Es bietet sogar Platz für eine mobile Sakristei. Darin finden sich unter anderem über 30 verschiedene Weihrauchsorten, aus denen sich Ministranten und Ministrantinnen bei einem Besuch von Timo Hilberink ihren Lieblingsduft aussuchen können.

10 000 Minis im Bistum Osnabrück

Über 400 000 Jungen und Mädchen sind in Deutschland als Messdiener aktiv. Im Bistum Osnabrück sind es gut 10 000. Ein Zahl, die Aufmerksamkeit verdient. „Messdiener sind mehr als schmuckes Beiwerk“, betont Hilberink, „auf ihren Dienst wird keine Gemeinde verzichten wollen.“

Messdiener bei der internationalen Ministrantenwallfahrt (Bild: privat)
Messdienerinnen der Gemeinde Maria Frieden Harderberg beteiligten sich 2013 mit diesem Bild an der Aktion „Das schönste Messdienserfoto“ der Osnabrücker Kirchenzeitung „Kirchenbote“ (Bild: privat)

Doch bei steigenden Anforderungen in der Schule und zahlreichen Hobbies der Jugendlichen – bleibt da Zeit fürs Messdienen? „Die Zahlen gehen zurück“, sagt Hilberink. „Neben der schulischen Belastung gehören aber auch kleinere Jahrgänge und fehlende Unterstützung durch die Familie zu den Hauptgründen.“
Er bleibt dennoch zuversichtlich: „Es gibt nach wie vor zahlreiche Kinder und Jugendliche, die sich als Ministranten engagieren. Sie können im Gottesdienst ihren Glauben aktiv ausdrücken und schätzen die Erlebnisse in der Gruppe.“ Besonders gut laufe die Ministrantenarbeit da, wo Ehrenamtliche bereit sind, Verantwortung für die Messdiener zu übernehmen und dies von den Hauptamtlichen gut unterstützt und begleitet wird. Wichtig sei, dass die Kinder und Jugendlichen Ansprechpartner haben, die sich verlässlich um sie kümmern, beispielsweise Jugendgruppenleiter, Eltern und andere Engagierte.

Bei Großveranstaltungen wie der Nordwestdeutschen Ministrantenwallfahrt oder der Rom-Wallfahrt für jugendliche Messdiener können die Jungen und Mädchen außerdem erleben, dass es eine große Zahl Gleichaltriger gibt, die sich als Ministranten engagieren.
Direkt an der Liturgie mitzuwirken, beschreibt Hilberink als einen ganz eigenen Reiz: „Jeder Gottesdienst feiert die Begegnung Gottes mit den Menschen. Das geschieht in den vielfältigen Zeichen und Symbolen, die die Liturgie kennt“, sagt er. „Die Augen sehen Lichter, Leuchter oder Farben, die Nase riecht einen besonderen Duft, die Ohren hören Glocken. Da direkt mitzuwirken hat schon eine eigene Attraktivität.“ Und wem der Einsatz in dern Heimatgemeinde irgendwann doch zur Routine wird, der sei herzlich eingeladen, mit seiner Gruppe auch mal im Osnabrücker Dom zu ministrieren!