Vorbereitungen auf das große Weltfriedenstreffen

Bild: Bistum Osnabrück

Wir befinden uns in den Vorbereitungen auf das große Weltfriedenstreffen in Münster und Osnabrück. In den vergangenen Tagen habe ich das Buch von Michael Lüders „Die den Sturm ernten“ gelesen. Dabei ist mir ein interessanter Hinweis aufgefallen. Er schreibt, hier etwas zusammengefasst:

Der Syrienkrieg hätte niemals ein solches Ausmaß angenommen ohne Einmischung von außen. Die Syrer wären in dem Fall heute wohl weder glücklich noch frei, vermutlich aber auch nicht unglücklicher als in ihrer jetzigen Lage – und vor allem wären sehr viel weniger von ihnen tot. Syrien durchlebt gegenwärtig, wie weite Teile der arabisch-islamischen Welt insgesamt, einen Dreißigjährigen Krieg. Am Ende, das noch lange nicht in Sicht ist, könnte durchaus ein Westfälischer Friede stehen. Kein Diktat, keine Einmischung von außen wird diese Entwicklung beschleunigen, im Gegenteil. Die Erneuerung von Gesellschaften kann nur aus ihnen selbst heraus erfolgen. Der Reflex, diesen Prozess beschleunigen zu wollen, ist menschlich, birgt aber unkalkulierbare Gefahren und kann ganze Regionen ins Chaos stürzen. – Soweit Lüders.

Über den Autor

Theo Paul ist Generalvikar und damit Stellvertreter des Bischofs und Leiter der Verwaltung des Bistums. In seinen Blogbeiträgen greift er gerne aktuelle Themen auf.

Können wir aus den Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges Konsequenzen ableiten, die uns heute helfen, Kriege zu überwinden? Dieses wird eine der zentralen Anliegen des Weltfriedenstreffens in Münster und Osnabrück sein. Ich hoffe, dass viele der Einladung von Sant’Egidio folgen. Wir brauchen Frauen und Männer, die Schritte einer Friedensarbeit überlegen und auf den Weg bringen.

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