Die Veranstaltungsreihe „Kunst in Kürze“ ermöglicht Ihnen einen entspannten Kulturgenuss, bietet Einblicke in konzentrierter Form und soll Lust auf weitere Entdeckungen aus der Geschichte des Bistums und des Domes machen. In 20-minütigen Kurzvorträgen erläutern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr ein Kunstwerk aus der Ausstellung.
Treffpunkt: Forum am Dom
Der Eintritt ist frei. Klapphocker werden zur Verfügung gestellt.
Infos: Telefon 0541/318-481
Hier sind die kommenden Veranstaltungen in der Übersicht, Details zu den jeweiligen Kurzvorträgen finden Sie auch im Kalender. Den Veranstaltungsflyer können Sie hier herunterladen.
Do, 02. Juli 2026 18:00 Uhr: Das Altarkreuz von Maurus Rost

Die Rückbesinnung des Osnabrücker Domkapitels auf klare katholische Positionen ist eng mit der 21-jährigen Amtszeit des Domprobstes Sixtus von Liaukema von 1617 bis 1628 verbunden. Dieser steuerte die Wahl der Bischöfe Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen und Franz Wilhelm von Wartenburg und legte damit die Grundlage für ein vorübergehend rigides Vorgehen vor allem gegen die evangelische Stadt. Dieser spannenden Person der Osnabrücker Bistumsgeschichte widmet sich Museumsdirektor Dr. Hermann Queckenstedt.
Do, 06. August 2026 18:00 Uhr: Das Messgeschirr von Johann Philipp Schuch

Während der Amtszeit des Bischofs Karl Josef von Lothringen (1698-1715) fanden auch Werke aus Augsburg, dem Zentrum der deutschen Goldschmiedekunst im 17. und 18. Jh., den Weg nach Osnabrück. Die Domschatzkammer beherbergt ein wertvolles, vergoldetes Altargeräte-Ensemble aus dieser Zeit. Geschaffen wurde es vom Augsburger Goldschmiedemeister Johann Philipp Schuch (1656-1733), der zeitweise auch das Amt des Gilde-Vorgehers inne hatte. Auf dessen außerordentliches Werk, das nicht zuletzt durch seine meisterhaften und symbolhaltigen Maleremailles besticht, wird Dr. Caroline Bäßler in einem Kurzvortrag genauer eingehen.
Do, 03. September 2026 18:00 Uhr: Willi Wittes Bronzeportal der Kirche König Christus Kirche in Oesede

Für die Ende der 50er Jahre in Oesede errichtete Evang. König-Christus-Kirche fertigte der Bildhauer Willi Witte 1980 ein Bronzeportal, in welchem auf vielfältige Weise das Patronat thematisiert wird: In aufschlussreichen Gegenüberstellungen führt es Königreich als Reich der Macht und Gewalt vor Augen, aber auch als Gemeinschaft von Miteinander und Füreinander. Durch bildhafte Erzählungen aus dem Leben und Wirken Christi wird den Gläubigen das Reich Christi näher gebracht. Anhand dieses bedeutenden Werkes gibt Dominikus Witte, Sohn des Bildhauers, exemplarisch Einblicke in die Werkstattpraxis und Anregungen zur Entschlüsselung seiner Arbeiten.
Do, 01. Oktober 2026 18:00 Uhr: Das Gemälde mit einer Kreuzigung

Mit einem dramatischen Licht-Schatten-Spiel fesselt ein eindrucksvolles Ölgemälde einer Kreuzigung aus der Sammlung des Weihbischofs Carl Clemens von Gruben. In einer fließenden Abfolge ungewöhnlicher Perspektiven werden nebeneinander kunstvoll arrangierte Assistenzfiguren präsentiert. Ein weiteres Exemplar dieses Gemäldes befindet sich in der Stüve Sammlung des Kulturgeschichtlichen Museums. In einem Kurzvortrag beleuchtet Urszula Ornat die künstlerische Gestaltung und mögliche Zusammenhänge zwischen beiden Werken.
Do, 05. November 2026 18:00 Uhr: Die Pyxis (Hostiendose) von Johannes Dalhoff

Eine theologisch faszinierend reiche Gestaltung weist die spätmittelalterliche Hostienbüchse auf, die der Rektor des Dom-Hochaltars Henrikus Brumzel für den Altardienst und für seine Memoria anfertigen ließ. Wie Schrift und Bild, Form und Inhalt zusammenwirken und sich gegenseitig steigern, erläutert Friederike-Andrea Dorner einem Kurzvortrag.
Do, 03. Dezember 2026 18:00 Uhr: Der verborgene Stern

Weitere Infos
- Auf dem YouTube-Kanal des Diözesanmuseums finden sie auch Videos zur Veranstaltungsreihe.
- Hier geht es zur Startseite des Diözesanmuseums!
- Hier gelangen Sie zur Veranstaltungsreihe Frauen*Forum.
- Hier gelangen Sie zuden Spirituellen Führungen.
Erst unauffällig, aber dann nachdrücklich präsentiert Leonie Große einen Stern in ihrer 2016 geschaffenen Weihnachtskrippe: Während die Betrachter*innen bei der aus Beton gestalteten Skulptur auf den ersten Blick die Heilige Familie wahrnehmen, wird ihnen auf den zweiten Blick ein Stern dargeboten, den die Künstlerin in Negativform zwischen der knienden Maria, dem mit ausgestrecktem Arm stehenden Josef und dem Jesuskind eingefügt hat. Prof. Dr. Gerhard Lohmeier beleuchtet in einem Kurzvortrag, wie eben diese Verborgenheit dazu einlädt, intensiv über die Bedeutung des Sterns beim Geschehen in der Heiligen Nacht nachzudenken.