Kunst in Kürze

Die Veranstaltungsreihe „Kunst in Kürze“ ermöglicht Ihnen einen entspannten Kulturgenuss, bietet Einblicke in konzentrierter Form und soll Lust auf weitere Entdeckungen aus der Geschichte des Bistums und des Domes machen. In 20-minütigen Kurzvorträgen erläutern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr ein Kunstwerk aus der Ausstellung.

Treffpunkt: Forum am Dom
Der Eintritt ist frei. Klapphocker werden zur Verfügung gestellt.
Infos: Telefon 0541/318-481

Weitere Infos

Auf dem YouTube-Kanal des Diözesanmuseums finden sie auch Videos zur Veranstaltungsreihe.

Hier sind die kommenden Veranstaltungen in der Übersicht, Details zu den jeweiligen Kurzvorträgen finden Sie auch im Kalender.

Do, 05. März 2026 18:00 Uhr: Das Altarkreuz von Maurus Rost

Nicht nur durch die Stiftung eines Altarkreuzes mit Partikeln von den Marterwerkzeugen Christi suchte sich der Iburger Benediktinerabt Maurus Rost als „zweiter Stifter“ des Klosters in der Nachfolge Bischof Bennos II. von Osnabrück zu inszenieren. Seit gut einem Jahrhundert befindet sich das Kreuz im Osnabrücker Domschatz und ist zentral in die Liturgie zur Weihe der heiligen Öle am Montag der Karwoche eingebunden. Mit dem Kreuz in Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt sich Dr. Hermann Queckenstedt in einem Kurzvortrag.

Do, 09. April 2026 18:00 Uhr: Skulpturen aus der Werkstatt der Osnabrücker Meister

Die Skulpturen aus der Werkstatt der Osnabrücker Meister gehören unzweifelhaft zu den Höhepunkten in der Sammlung des Diözesanmuseums, denn sie führen das bemerkenswerte Geschick der dort tätigen Bildhauer und -schnitzer unmittelbar vor Augen. Die zeitgenössische Wertschätzung ihrer Kunstwerke schlägt sich auf vielfältige Weise nieder, so wurde etwa die spezifische Formensprache auch in Goldschmiedearbeiten übernommen. Darüber hinaus legt auch die Weiterverwendung von Skulpturen Zeugnis über ihre nachhaltige Wirkung ab. In diesem Kurzvortrag widmet sich Karina Dänekamp drei ausgewählten Beispielen, die durch ihre nachmittelalterliche Modifizierung und Nutzung verbunden sind.

Do, 07. Mai 2026 18:00 Uhr: Die Reliefs von Heinich Meiering

Das 17. Jahrhundert war für die westfälische Kunst eine Blütezeit und viele Kirchen erhielten eine Ausstattung im barocken Stil. Namhafte Bildhauerwerkstätten suchten die Nähe zahlungskräftiger Auftraggeber und machten die Bischofsstädte Osnabrück, Münster und Paderborn zu ihrem Wohn- und Arbeitsort. Heinrich Meiering ging jedoch einen anderen Weg: Nach seiner Ausbildung in Münster siedelte er nach Rheine über und etablierte dort eine produktive Werkstatt. Durch diese Entscheidung sicherte sich der Bildhauer nahezu eine regionale Monopolstellung und stattete zahlreiche Kirchen im westlichen Münsterland und im südlichen Niedersachsen aus. Zu seinen Werken gehören auch drei Steinreliefs mit Szenen der Lazarusgeschichte, die sich seit 1967 im Bestand des Diözesanmuseums befinden. In seinem Kurzvortrag widmet sich Michael Langer der Bildhauerfamilie Meiering und den Reliefs, deren genaue Herkunft noch immer Rätsel aufwirft.

Do, 04. Juni 2026 18:00 Uhr: Das Armreliquiar

Das Armreliquiar des Osnabrücker Domschatzes lädt ein zu einer detektivischen Spurensuche. Es gehört zu den ältesten erhaltenen Armreliquiaren aus mittelalterlicher Zeit. Über viele Jahrhunderte sind Umarbeitungen an ihm vorgenommen worden. Welche neuen Ideen hinter diesen Veränderungen stehen und wie diese Art von Reliquiaren in der Liturgie verwendet worden sind, erläutert Friederike-Andrea Dorner in diesem Kurzvortrag.