Was ist Heimat?

Regenbogen über einem Feld
Bild: pfarrbriefservice.de, Martin Manigatterer

Kaum haben die Sommerferien begonnen, wo alle Welt zu reisen beginnt, titelt die Neue Osnabrücker Zeitung: „Was ist Heimat?“. Menschen aus der Region werden gefragt, was und wo für sie Heimat ist. Außerdem gibt’s jeweils ein Foto, das diese Antwort einfangen soll.

Vielleicht ist die Serie dem Sommerloch geschuldet oder einer wie immer gearteten neuen Heimatliebe – der Begriff ist auf alle Fälle in aller Munde. Neuerdings gibt’s ja sogar ein „Heimatministerium“ in unserem Land und überall wird heiß gestritten, was für wen Heimat ist oder sein darf.

In der ZEIT (Nr. 28 vom 5. Juli 2018) steuert der Hamburger Ali Ertan Toprak in seinem Beitrag zur Migration einen schönen Gedanken zu dieser Debatte bei: Heimat sei für ihn keine historische Schicksalsgröße, sondern eine „Zukunftsgemeinschaft“.
Das wäre etwas: Heimat perspektivisch zu denken. Christlich passt das. Biblisch gesprochen sind wir ohnehin alle „Fremde und Gäste in dieser Welt“ (1 Petr 2,11) und unser Zuhause liegt bei Gott.

Über die Autorin

Martina Kreidler-Kos ist zuständig für die Ehe- und Familienseelsorge. Natürlich liegen ihr diese Themen besonders am Herzen – aber nicht nur. Sie hat im Alltag ein wachsames Auge. Denn dort trifft sie auf große Dinge oder nur scheinbar kleine Nebensächlichkeiten.

Klingt fromm, ist aber eine handfeste Zukunftsperspektive, die manchen Streit entkrampfen könnte.

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