Gott steht auf unserer Seite

Blumen im Sonnenschein
Bild: unsplash.com, Brian Garcia

Corona und kein Ende – im Gegenteil, wir fangen erst an: Wir fangen erst an, auf Abstand zu gehen und das als Fürsorge zu begreifen. Alles abzusagen, was sonst Freude macht und Begegnung ermöglicht und das, um uns alle zu schützen.

Und wir fangen auch erst an, Fragen zu stellen, die wir vor dieser Krise noch gar nicht hatten: Lieber Gott, was ist das?! Und wo bist du in diesem ganzen Schlamassel?! Wie geht Glauben jetzt, wo alles anders ist als sonst? Wie sollen wir beten und feiern, wenn alle zu Hause bleiben müssen? Wie sieht Christsein eigentlich aus – jenseits aller Normalität?

Wer jetzt schon mit Antworten um die Ecke kommt, macht sich und anderen etwas vor. Und wenn diese Antworten dann noch lauten, Corona sei eine Strafe Gottes oder so ähnlich, dann hat da jemand etwas gründlich nicht verstanden: Gott steht immer, absolut immer auf der Seite seiner Menschen!

Über die Autorin

Martina Kreidler-Kos ist zuständig für die Ehe- und Familienseelsorge. Natürlich liegen ihr diese Themen besonders am Herzen – aber nicht nur. Sie hat im Alltag ein wachsames Auge. Denn dort trifft sie auf große Dinge oder nur scheinbar kleine Nebensächlichkeiten.

Alle Heimtücke ist ihm fremd. Es ist genau andersherum: Alles Mitleiden und Bangen, alle Unsicherheit und Angst, die seine Menschen haben, die teilt er. Und immer stärkt er die, die solidarisch sind und besonnen. Niemals die, die Angst und Schrecken verbreiten oder gar Drohungen in seinem Namen aussprechen.

Mein Vorschlag: Fangen wir – vorsichtig – an, unsere Corona-Erfahrungen zu teilen, auch die, die wir jetzt mit unserem Glauben machen. Eine allererste, an der ich mich festhalte: Gott weiß, dass im Moment alles aus den Fugen gerät. Er kennt die Verletzbarkeit des Lebens. Er kennt sie – sozusagen persönlich: Er ist Mensch gewesen und hat sich der menschlichen Katastrophe eines gewaltsamen Todes ausgesetzt.

Er weiß, wovon die reden, die Angst um sich und ihre Liebsten haben. Auch wenn ich selbst noch keinen Schimmer habe, wie alles weitergehen soll, Gott ist in jedem Fall auf unserer Seite. Und das ist nicht so banal wie es klingt, das ist ein tiefer Grundton Zuversicht. Eine Zuversicht, die uns handlungsfähig bleiben lässt, solidarisch und besonnen.

 

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