AG geistlicher Missbrauch

Um den besonderen Fragen im Themenfeld „geistlicher Missbrauch“ zu begegnen, wurde eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie hat die Aufgaben, konzeptionelle Fragen weiterzuentwickeln und zu speziellen Aspekten der Prävention und des Umgangs mit Betroffenen und Tätern, sowie zu den damit verbundenen rechtlichen Fragen zu beraten. Auch ein eigener Aufarbeitungsprozess wird in Anbindung an andere Aufarbeitungsprojekte initiiert. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Arbeit der anderen Gruppen ein. So wird sichergestellt, dass einerseits die spezifischen Fragen des Themas kompetent und mit externer Expertise betrachtet werden und andererseits die schon erprobten Verfahrenswege des Schutzprozesses genutzt werden können.

Die AG setzt sich aus Personen unterschiedlicher Professionen (Theologie, Psychologie, Pädagogik, Geschichte, Jura und Kirchenrecht) zusammen und besteht mehrheitlich aus externen Ehrenamtlichen.

Sprecher der AG geistlicher Missbrauch: Franz-Michael Holling, Vorsitzender Richter am Landgericht Osnabrück

Geschäftsführung und Kontakt: Dr. Yvonne von Wulfen (y.vonwulfen@bistum-os.de) und Ann-Cathrin Röttger (a.roettger@bistum-os.de) von der Geschäftsstelle Schutzprozess.

Verfahrensablauf für Meldungen von Fällen geistlichen Missbrauchs

In Anlehnung an die Verfahrensabläufe in den Fällen sexualisierter Gewalt wurde in der AG geistlicher Missbrauch ein Verfahrensablauf entwickelt, der in den Fällen greift, die auf Wunsch der Betroffenen über die unabhängigen Ansprechpersonen an das Bistum gemeldet werden.

Weitere Infos

Dieser Ablauf sieht ein sogenanntes Clearing Verfahren vor, das alle Fallmeldungen durch unabhängige externe Fachleute – Jurist*inn, Kirchenrechtler*innen, Psycholog*innen und Theolog*innen – bewerten lässt. Sie haben den Auftrag, Handlungsempfehlungen an die Bistumsleitung zu geben.

Forschungsprojekt 

Ein weiterer Auftrag der Arbeitsgruppe geistlicher Missbrauch ist es, ein unabhängiges Forschungsprojekt vorzubereiten. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, anhand von konkreten Fallmeldungen aber auch aufgrund von vorhandenem Datenmaterial, (pastoral-)theologische Grundlagen, (systemischer) Ursachen und Auswirkungen auf die Betroffenen zu untersuchen. Auch die wissenschaftliche Absicherung der Arbeitsdefinition und deren Konkretion in der dazugehörigen Checkliste soll ein Teil der Forschungsarbeit sein. Aus diesen Erkenntnissen sollen präventive Maßnahmen und Anpassungen im bisherigen Umgang mit den Vorfällen erarbeitet werden.

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Diözesaner Schutzprozess