Was ist der Synodale Weg?

Der Synodale Weg ist ein Erneuerungsprozess der katholischen Kirche in Deutschland. Er wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen und soll der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

Das Logo ist ein Kreuz als WegweiserDer Synodale Weg ist auf zwei Jahre angelegt. Offizieller Beginn war der 1. Advent 2019. Die erste Synodalversammlung tagte vom 30. Januar 2020 bis zum 2. Februar 2020. An ihr nahmen rund 230 Mitglieder teilnehmen – Laien und Priester, Frauen und Männer. Die nächste Synodalversammlung findet am 4. September 2020 statt.

Beschlossen wurde der Synodale Weg bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im März 2019. Ausgangspunkt war die Unzufriedenheit vieler Gläubigen, wie Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sagte: „Wir werden Formate für offene Debatten schaffen und uns an Verfahren binden, die eine verantwortliche Teilhabe von Frauen und Männern aus unseren Bistümern ermöglichen. Wir wollen eine hörende Kirche sein. Wir brauchen den Rat von Menschen außerhalb der Kirche“.

Weitere Infos

Die thematische Arbeit des Synodalen Weges findet in vier Foren statt:

  • Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag
  • Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft
  • Priesterliche Existenz heute
  • Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche

Gemeinsam mit der Theologieprofessorin Dorothea Sattler von der Universität Münster leitet Bischof Franz-Josef Bode das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Neben ihm und Weihbischof Johannes Wübbe nehmen noch weitere Katholiken aus dem Bistum Osnabrück an den Synodalversammlungen teil, beispielsweise Katharina Abeln, die Vorsitzende des Katholikenrats, Probst Bernhard Stecker als Vertreter des Priesterrates und Diakon Ansgar Maul als Vetreter der Bundesarbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat.

Dr. Martina Kreidler-Kos, im Bistum Osnabrück zuständig für die Ehe- und Familienpastoral, nimmt an den Treffen des Forums „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ teil. Es tagt genau wie die anderen Foren in den Monaten bis zur zweiten Synodalversammlung mehrfach und wird im September 2020 die Ergebnisse seiner Beratungen präsentieren, über die dann diskutiert und entschieden wird. Außer Bischof Franz-Josef Bode sind im Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ auch Frauen aus Osnabrück vertreten: Dr. Daniela Engelhard, Leiterin des Seelsorgeamts des Bistums Osnabrück, und Prof. Dr. Margit Eckholt, Theologin und Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Universität Osnabrück.