Hoffnungstöne

Frühlingsblumen liegen auf Notenblättern
Bild: AdobeStock.com, bidaya

„Es geht! Anders.“ So heißt das Motto der diesjährigen Misereor-Fastenaktion. Gerade angesichts der aktuellen Situation in der Coronapandemie mag dieses Wort Fragen provozieren wie: Geht im Moment überhaupt etwas? Wohin geht es denn? Wer geht mit? Wohin möchte ich?

Die Fastenzeit oder auch österliche Bußzeit ist eine Möglichkeit, solchen Fragen Raum zu geben und sie buchstäblich mit auf den Weg zu nehmen – den Weg auf Ostern zu. Die „Hoffnungstöne“ möchten eine (musikalische) Begleitung anbieten, um für diesem Weg zu ermutigen, denn: „Es geht! Anders.“ Schauen Sie mal wieder vorbei – die Liste wird regelmäßig aktualisiert und in den nächsten Tagen gibt’s musikalische Impulse zu den nächsten Fastensonntagen.

 

Aschermittwoch – 17. Februar 2021

„Es geht! Anders – zurücktreten, bitte!“ 

Abstand halten, das gehört seit einem Jahr zu unserem Alltag. Wir sind mittlerweile fast darauf programmiert, einen Schritt zurückzutreten, wenn uns jemand entgegenkommt, und wünschen uns zugleich, es könnte wieder anders sein. Und doch kann uns das Gebot des Abstandshaltens auch an Aschermittwoch inspirieren: Manchmal erkennen wir in der Geschäftigkeit, in den Sorgen und Ärgernissen, den Wald vor lauter Bäumen nicht – oder wiegen uns aus Routine im „Schlaf der Sicherheit“. Wir verlieren uns aus dem Blick und vergessen dabei, uns ganz persönlich zu fragen: „Was tut gut? Was tut weh?“– Wie sehr hilft es da, einfach mal zurückzutreten und Abstand zu gewinnen!?

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Erster Fastensonntag – 21. Februar 2021

„Es geht! Anders – umkehren“ 

Festgefahren!? Mit „immer weiter wie bisher, Kurs halten und volle Kraft voraus“ geht’s nicht mehr weiter. Dass passiert beim Autofahren wie im Alltag jenseits der Straßen. Dann heißt es: anhalten und den Rückwärtsgang einlegen. In verfahrenen Situationen, bei Unstimmigkeiten und Konflikten, ist das nicht immer leicht. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass wir „in all den Trümmern, die zerstreut vor Deinen Füßen liegen“, angenommen sind bei Gott – „gefunden wie verlorene Schafe“. Wie gut, im Vertrauen darauf umkehren zu können!

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Zweiter Fastensonntag – 28. Februar 2021

„Es geht! Anders – vertrauen“

Zwischen der Sehnsucht nach „Normalität“, nach Begegnung und Zusammensein und der Unsicherheit, wie die sich die Situation mit der sich ausbreitenden Mutation des Coronavirus entwickelt, mag die Erinnerung daran, dass es Vertrauen auf dem Weg braucht, wirken wie ein billiger Trost. Aber verstehen wir es als Zuruf Gottes mitten hinein in eine unwirtliche Gesamtsituation: „Wer an mich glaubt, sei unverzagt, weil jeder meinen Schutz erfährt.“ Vertraue mir – „du brauchst nur weiter zu gehen“.

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Dritter Fastensonntag – 7. März 2021

„Es geht! Anders – durchhalten“

„Wie lange noch?“ – eine beliebte Kinderfrage auf langen Autofahrten, die Eltern manchmal fast in den Wahnsinn treiben kann: Vielleicht ertappen Sie sich in diesen Tagen selbst dabei, wie sie ähnliches fragen: Wie lange noch sind diese Einschränkungen notwendig? Wann können wir uns endlich wieder treffen? Wie lange wird es noch dauern bis wir wieder ins Theater oder Kino gehen können? Oder gar ins Restaurant? – Wir haben einen Gott der sich unseren Fragen, unserem Frust und Unverständnis zuwendet; so dürfen wir zu ihm aus der „Tiefe“ unseres Lebens rufen, ja schreien – „und Diskussionen mit Gott“ anfangen. Womöglich stärkt Gott als Diskussionspartner unser Durchhalten …

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